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DRK eröffnet Kleiderladen "Jacke wie Hose"Betreutes Wohnen

DRK eröffnet Kleiderladen "Jacke wie Hose"

23.01.2016

Neues Angebot in der Finkenstraße

Olpe. Die Kartons mit Kleiderspenden stapeln sich bis unter die Decke, die Waschmaschinen laufen non-stop und viele fleißige Frauen sortieren, falten und stapeln Jacken, Pullis, Shirts und Co. was das Zeug hält: Der Kreisverband/Ortsverein Olpe des Deutschen Roten Kreuzes richtet derzeit den Kleidershop „Jacke wie Hose“ in der Olper Finkenstraße ein.

„Das Gebäude wurde zuvor vom cjd genutzt – stand aber bereits länger leer. Die Azubis und das Team des cjd haben uns jetzt auch bei der Renovierung geholfen“, sagte Wolfgang Exner, erster Vorsitzender des DRK Ortsvereins Olpe, am Mittwochmorgen in den frisch gestrichenen Räumen. In dem Gebäude – direkt hinter dem alten Bahnhof in Olpe und neben dem neuen Lidl gelegen – entsteht ein Kleiderladen für alle Bedürftigen. Die offizielle Eröffnung findet am Dienstag, 17. November, statt.
„Wir sind wirklich sehr froh mit Unterstützung der Stadt diese Räume hier gefunden zu haben“, sagte Torsten Tillmann, Vorstand des DRK Kreisverbandes Olpe. 750 Quadratmeter stehen hier nun zur Verfügung.

Neben dem großen Kleiderladen „Jacke wie Hose“ und einem großzügigen Lager ist geplant, ein Frauencafé, Räume für Sprachkurse oder einen Untersuchungsraum für einen Arzt einzurichten. Auch eine Küchenzeile wurde hier installiert.

In der oberen Etage ziehen außerdem die Bezirksregierung Arnsberg und der DRK Kreisverband mit Außenstellen ein, um hier vor Ort die Arbeit in den Zentralen Unterbringungseinrichtungen und Notunterkünften in der näheren Umgebung zu koordinierten.

Der neue Kleiderladen kommt natürlich auch den Flüchtlingen – aber ausdrücklich nicht ausschließlich – in Kreissporthalle und „Regenbogenland“ zu gute. So wurden die hier gesammelten Kleiderspenden – hunderte Kartons – mittlerweile in das neue Gebäude gebracht. „Jetzt haben wir endlich mehr Platz“, freute sich Heinz-Wilhelm Upphoff, Leiter der ZUE Regenbogenland. „Wir wussten nicht mehr, wohin damit. Die Spendenbereitschaft ist wirklich riesig.“ Hier im neuen DRK-Kleidershop erhalten die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, nun sowohl ihre Erstausstattung, als auch die Möglichkeit, zu günstigen Preisen weitere Kleidung zu kaufen.

„Der Laden steht wirklich allen Personen unabhängig vom Einkommen offen“, betonte Wolfgang Exner nochmals. Im Katastrophenfall – wie nach einem Brand oder durch einen Wasserschaden – können sich Betroffene ebenfalls hier hin wenden. Um den Überblick zu behalten, werden Karteikarten geführt, was und wie viel Kleidung die Menschen erhalten haben.

Die vielen fleißigen Frauen sind derweil dabei, das Sortiment auf Winterkleidung umzustellen.

„Das Problem ist, dass uns insbesondere Männerschuhe und -kleidung in kleineren Größen fehlen“, erzählt eine der Helferinnen. Und auch weitere Freiwillige, die hier helfen möchten, werden weiterhin gesucht.

Der Shop hat vormittags dreieinhalb und nachmittags vier Stunden (Änderungen vorbehalten) geöffnet und wird sowohl von Haupt- als auch von Ehrenamtlichen betrieben. Alle Kleidungsspenden können ab sofort ebenfalls ausschließlich hier abgeben werden.

Infos: Wolfgang Exner: Tel. 0175/1834128; DRK-Kreisverband: Tel. 02761/9648-0

Text und Foto: Sauerlandkurier