Foto: Willing-Holtz / DRKSie sind gut ausgebildete Ersthelfende aus der Nachbarschaft: die Helfer vor Ort. Ihre Aufgabe ist es, im Ernstfall die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes / der Notärztin oder Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit übernehmen die Helfer vor Ort, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.
Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfenden den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst oder aber, wenn das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist. Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten / der Patientin, bis der Rettungsdienst eintrifft. Sie führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patient*innen. Dabei steht jedem Helfer vor Ort eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung, die unter anderem ein Blutdruck- sowie Blutzuckermessgerät, Verbandmaterial und Beatmungsbeutel enthält.
Ein Helfer vor Ort (HvO) muss mindestens die Qualifikation zum Rettungshelfer vorweisen. Dies ist eine staatliche Ausbildung mit in Summe 160 Stunden - 80 Theoriestunden und 80 Stunden auf einem Rettungsmittel. Hinzu kommt eine 30-stündige Fortbildung, die jährlich stattfindet. Unter den aktiven Helfern vor Ort (HvO) sind auch Rettungssanitäter*innen und Notfallsanitäter*innen.